Der moderne Sport-Tretroller ist ein optimales, „ganzheitliches“ Sportgerät, da neben der Muskulatur der unteren Extremität über die ausfahrende Schwungbewegung auch weite Teile des Oberkörpers in den Bewegungsablauf einbezogen werden. Die Abstoßbewegung erfolgt intensiv über Bein- und Rumpfmuskulatur – bei sportlich ambitioniertem Fahrstil wird ein ständiger Wechsel von Stand- und Schwungbein vollzogen, so dass eine symmetrische, ausgewogene Belastung resultiert.

Das unter Sportaspekt betriebene Tretrollerfahren erfordert bei normalen koordinativen Voraussetzungen (meist in der Kindheit praktiziertes Bewegungsmuster!) außer einer kurzen Eingewöhnungszeit keine anspruchsvollen, technischen „Lernphasen“. Dennoch sollte bei den initialen Trainingsumfängen das körperliche Beanspruchungspotential nicht unterschätzt werden.

Sportroller werden in verschiedenen Ausführungen angeboten – von der gewichtsoptimierten „Race“-Variante mit 28“-Vorderrad und 18“-Hinterrad über „Allround“-Modelle mit 26“-Vorderrad und 20“-Hinterrad bis hin zu Cross- und Downhill-Modellen mit Federgabel und MTB-Bereifung. Auch Scheibenbremsen, Schutzbleche, Lenkerhörnchen und weitere im MTB-Sektor vertretene Komponenten können optional verbaut werden.

Auf den Wettkampfmodellen können technisch geübte und trainierte Sportler in der Ebene Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 25 km/h erreichen, bergab sind sogar Spitzengeschwindigkeiten bis 70 km/h möglich. Das größere Vorderrad der Roller sorgt für die nötige Fahrstabilität, die gewöhnlich deutlich kleineren Hinterräder für Kompaktheit und Wendigkeit. Die Hinterradnabe ist meist extra schmal ausgelegt, um eine optimale Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.

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